Sparen-Zuerst

Pay Yourself First

Bezahle zuerst die wichtigste Person

Die meisten Menschen bezahlen zuerst alle anderen. Die Miete, den Strom, die Versicherungen und den Einkauf. Und wenn am Monatsende noch etwas übrig bleibt, wird gespart. Das Problem dabei ist nur: Meistens bleibt nichts übrig. Nicht weil man verschwenderisch lebt, sondern weil Geld die unangenehme Eigenschaft hat, immer einen Weg zu finden, ausgegeben zu werden.

Genau hier setzt Pay Yourself First an. Die Idee ist denkbar einfach. Sobald dein Gehalt auf dem Konto landet, bezahlst du zuerst dich selbst. Nicht irgendwann und nicht erst dann, wenn alle Rechnungen erledigt sind, sondern sofort. Du legst einen festen Betrag zur Seite. Auf das Tagesgeldkonto, in einen ETF, in deinen Notgroschen oder für ein Ziel, das dir wichtig ist. Erst danach wird der Rest des Geldes für alles andere verwendet.

Das mag im ersten Moment merkwürdig klingen. Schließlich wollen Miete und Strom auch bezahlt werden. Aber genau deshalb funktioniert die Methode. Du behandelst das Sparen nicht mehr wie einen Restposten. Du behandelst es wie eine feste Rechnung. Der Unterschied ist nur, dass du diese Rechnung an dich selbst zahlst.

Natürlich muss der Betrag realistisch sein. Wer 2.200 Euro zur Verfügung hat und am Monatsende ohnehin kaum etwas übrig behält, wird nicht plötzlich 500 Euro sparen können. Dann sind es vielleicht 25 Euro, vielleicht 50 Euro oder vielleicht auch nur 10 Euro.

Das spielt am Anfang keine Rolle.

Wichtiger ist die Gewohnheit.

Denn aus einem Betrag, den man jeden Monat zurücklegt, wird mit der Zeit ein Polster. Aus einem Polster wird Sicherheit. Und aus Sicherheit entsteht oft etwas, das deutlich wertvoller ist als das Geld selbst: das Gefühl, nicht bei jeder unerwarteten Rechnung sofort ins Schwimmen zu geraten.

 

Vorteile

Sparen wird zur festen Gewohnheit

Einfach umzusetzen

Funktioniert auch mit kleinen Beträgen

Hilft beim Aufbau von Rücklagen

 

Nachteile

Erfordert Konsequenz

Der Sparbetrag muss realistisch gewählt werden

Bei sehr knappem Budget oft schwierig

 

Für wen geeignet

Die Methode eignet sich besonders für Menschen, die regelmäßig sparen möchten, aber am Monatsende selten etwas übrig haben. Sie kann auch dann sinnvoll sein, wenn Sparen endlich zu einer festen Gewohnheit werden soll, statt von dem abhängig zu sein, was zufällig übrig bleibt.

Das Anti-Budget

Weniger planen. Mehr leben.

Beim Anti-Budget sparst du zuerst einen festen Betrag. Alles, was danach übrig bleibt, kannst du ohne schlechtes Gewissen ausgeben.

Die meisten Budgetmethoden arbeiten mit Kategorien, Prozenten oder festen Ausgabenplänen. Hier etwas für Lebensmittel. Dort etwas für Freizeit. Dazu Rücklagen, Sparziele und verschiedene Budgets.

 

Das Anti-Budget macht genau das Gegenteil.

Du entscheidest nicht, wie jeder einzelne Euro ausgegeben wird.

Du entscheidest nur, was zuerst zur Seite gelegt wird.

 

Sobald dein Einkommen auf dem Konto landet, geht ein fester Betrag auf das Tagesgeldkonto, in den ETF, auf ein Sparkonto oder in einen anderen Vermögensaufbau.

 

Der Rest bleibt auf deinem Konto.

Und damit endet die Planung bereits.

 

Der große Unterschied zu vielen anderen Budgetmethoden besteht darin, dass du nicht jede Ausgabe kontrollieren musst. Du führst keine Listen. Du teilst keine Kategorien ein. Du prüfst nicht jeden Einkauf.

 

Du sorgst lediglich dafür, dass dein Sparziel zuerst erreicht wird.

Genau deshalb funktioniert die Methode für viele Menschen so gut.

Sie reduziert den Aufwand.

Und sie reduziert den Druck.

 

Natürlich hat die Methode auch ihre Grenzen. Wer regelmäßig mehr Geld ausgibt als vorhanden ist oder häufig den Überblick über seine Finanzen verliert, wird durch das Anti-Budget allein nicht automatisch bessere Entscheidungen treffen.

Die Methode setzt voraus, dass die laufenden Kosten grundsätzlich im Griff sind.

Deshalb sollte das Anti-Budget nicht als Lösung für jedes finanzielle Problem verstanden werden. Es ist eine einfache Methode für Menschen, die nicht jeden Euro planen möchten, aber trotzdem regelmäßig Vermögen aufbauen wollen.

Entscheidend ist nicht, was du ausgibst.

Entscheidend ist, was du vorher für dich behältst.

 

Vorteile

Sehr einfach umzusetzen

Kein detailliertes Budget notwendig

Wenig Zeitaufwand

Sparen erfolgt automatisch

 

Nachteile

Bietet wenig Kontrolle über einzelne Ausgaben

Nicht ideal bei finanziellen Problemen

Setzt einen gewissen Überblick über die Finanzen voraus

 

Für wen geeignet

Die Methode eignet sich besonders für Menschen, die regelmäßig sparen möchten, ohne jede Ausgabe zu dokumentieren. Wer Budgetplanung als anstrengend empfindet und trotzdem Vermögen aufbauen möchte, findet im Anti-Budget eine einfache Alternative.

Reverse Budgeting

Erst sparen. Dann den Rest planen.

Beim Reverse Budgeting steht nicht die Ausgabe im Mittelpunkt, sondern das Sparziel. Alles andere wird erst danach geplant.

Die meisten Menschen erstellen zuerst ein Budget für Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Freizeit und alles andere. Was am Ende übrig bleibt, wird gespart.

 

Reverse Budgeting dreht diesen Gedanken um.

 

Du legst zuerst fest, wie viel Geld du sparen, investieren oder für ein finanzielles Ziel zurücklegen möchtest.

 

Erst danach planst du den Rest.

 

Das kann der Vermögensaufbau sein. Ein Notgroschen. Die nächste größere Anschaffung. Oder einfach das Ziel, finanziell unabhängiger zu werden.

Der große Unterschied zu vielen anderen Budgetmethoden besteht darin, dass Sparen nicht mehr das Ergebnis deiner Planung ist.

Sparen ist der Ausgangspunkt.

Alles andere wird darum herum aufgebaut.

Genau deshalb funktioniert die Methode für viele Menschen so gut.

Das Sparziel verschwindet nicht zwischen Rechnungen, Abbuchungen und spontanen Ausgaben.

Es steht von Anfang an fest.

 

Natürlich muss das Sparziel realistisch sein. Wer bereits Schwierigkeiten hat, die laufenden Kosten zu decken, wird nicht einfach hohe Beträge zurücklegen können. Dann muss die Planung an die eigene Lebenssituation angepasst werden.

Deshalb sollte Reverse Budgeting nicht als starre Regel verstanden werden. Die Methode gibt eine Richtung vor. Wie hoch der Sparbetrag am Ende ausfällt, hängt von den eigenen Möglichkeiten ab.

Entscheidend ist nicht, wie viel du sparst.

Entscheidend ist, dass du zuerst an dein Ziel denkst.

 

Vorteile

Sparen wird zur Priorität

Klare Ausrichtung auf finanzielle Ziele

Einfach umzusetzen

Hilft beim Vermögensaufbau

 

Nachteile

Sparziele müssen realistisch gewählt werden

Bei knappem Budget oft schwierig

Erfordert etwas Planung und Disziplin

 

Für wen geeignet

Die Methode eignet sich besonders für Menschen, die ein konkretes Sparziel verfolgen oder Vermögen aufbauen möchten. Wer verhindern möchte, dass Sparen immer erst am Monatsende berücksichtigt wird, findet im Reverse Budgeting einen einfachen und klaren Ansatz.

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