Über mich
Der Moment, der alles
verändert hat
Vor über 24 Jahren hatte ich keine Ahnung von Finanzen.
Ich war Verheiratet und hatte zwei Kinder, der Monat musste irgendwie funktionieren und ich habe einfach versucht, alles unter einen Hut zu bekommen.
Mit der Zeit dachte ich sogar, dass ich es endlich geschafft hätte. Die laufenden Rechnungen waren bezahlt und ich hatte das Gefühl, langsam den Überblick zu bekommen.
Bis wieder eine Jahresrechnung kam.
Oder eine Versicherung.
Oder irgendeine andere Ausgabe, die ich längst wieder vergessen hatte.
Der Moment, der mir wirklich die Augen geöffnet hat, war eine kaputte Waschmaschine.
Mit zwei kleinen Kindern wartest du nicht einfach ein paar Wochen. Du brauchst eine funktionierende Waschmaschine. Sofort.
Nur fehlte genau dafür das, was ich gebraucht hätte.
Erst in diesem Moment habe ich mich wirklich hingesetzt und angefangen, alles aufzuschreiben.
Und da wurde mir klar, wo es Monat für Monat geblieben war.
Hier eine Rate.
Dort ein Abo.
Eine Versicherung.
Eine Nachzahlung.
Ausgaben, die für sich allein gar nicht so groß wirkten, zusammen aber genau das waren, was mir immer wieder das Genick gebrochen hat.
Nicht auf einmal.
Sondern Stück für Stück.
Damals wurde mir klar, dass mein Problem nicht darin bestand, zu viel auszugeben.
Mein Problem war, dass ich nie alles gleichzeitig gesehen habe.


Als ich 2004 mit meinem jüngsten Sohn schwanger war, erinnerte ich mich plötzlich an etwas aus meiner Kindheit.
Meine Oma hatte immer mehrere Umschläge.
Als Kind wusste ich nie, wofür sie waren.
Jetzt verstand ich es.
Ich fing selbst mit der Umschlagmethode an.
Zum ersten Mal bekam jede Ausgabe ihren festen Platz.
Zum ersten Mal wusste ich, was bereits verplant war und was tatsächlich noch übrig blieb.
Genau dort hat meine Reise angefangen.
Und viele Jahre später wurde daraus KonsumKeule.
